QM tut gut: Wie sich Architekten und Ingenieure wieder aufs Wesentliche konzentrieren können

FAQ

oft gestellte Fragen zum QualitätsZertifikat Planer am Bau

Ist der QualitätsVerbund Planer am Bau eine Tochterfirma des TÜV?

Nein! Der TÜV ist nur der externe und unabhängige Zertifizierer. Die Gesellschaften sind vollkommen unabhängig voneinander, lediglich die gegenseitigen Rahmenbedingungen des Zertifizierungsprozesses sind durch eine Kooperationsvereinbarung schriftlich abgesichert.

Ist der TÜV Rheinland QualitätsStandard Planer am Bau eine ISO-Zertifizierung?

Nein! Es sind zwar einige Elemente aus der ISO enthalten, um ein anerkanntes QualitätsManagement-System zu erhalten. Diese wurden jedoch weitestmöglich “entschlackt”. Hinzu kommen planer-spezifische Elemente wie die Berücksichtigung von Bauprozessen und die Berücksichtigung der Kunden (Stichwort: Service-Qualität). Insgesamt ist der formale, zeitliche und Kosten-Aufwand einer Zertifizierung nach dem TÜV Rheinland QualitätsStandard Planer am Bau für die angesprochene Zielgruppe optimiert und somit auch für kleine und mittlere Architektur- und Ingenieurbüros realisierbar.

Zertifiziert der TÜV Rheinland nur im Rheinland?

Nein, der TÜV Rheinland hat alleine bundesweit etwa 150 Standorte und ist weltweit tätig. Eine Zertifizierung nach dem TÜV Rheinland QualitätsStandard Planer am Bau ist also weltweit möglich (konkret wurde bereits ein Architekturbüro in Österreich zertifiziert)!

Wie finden mich meine Auftraggeber in den Zertifikatslisten?

Unsere eigene Mitgliederdatenbank lässt sich bequem nach Namen, Orten oder Kategorien durchsuchen.
Die Certipedia-Datenbank des TÜV Rheinland lässt sich nach den Zertifizierungsnummern durchsuchen. Eine Suche nach Büronamen ist dort leider nicht vorgesehen. Zur genaueren Erläuterung haben wir einen FAQ-Beitrag für die Certipedia-Suche verfasst.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt 990 €, jährlich entstehen Gebühren ab 820 € (je nach Bürogröße). Für Büros mit weniger als 3 Mitarbeiter gibt es reduzierte Beiträge, um QM auch in Kleinbüros zu fördern. Die Mitglieds-Vereinbarung mit vollständiger Gebührentabelle kann unter info@planerambau.de angefordert werden.

Wird das Zertifikat auch bei VgV/VOF-Ausschreibungen anerkannt?

In der Regel wird das QZ Planer am Bau auch bei öffentlichen Ausschreibungen (früher VOF-Verfahren) anerkannt. Die wenigen Ausnahmen sind (noch) auf die unzureichende Bekanntheit bei öffentlichen Auftraggebern zurückzuführen. Bislang wurde aber auf konkreten Hinweis das Zertifikat immer anerkannt, teilweise wurden sogar EU-weite Ausschreibungen daraufhin abgeändert! Inzwischen wird in Ausschreibungen sogar schon unser Standard explizit gefordert (Beispiel: Neubau Bettenhaus Tropenklinik Tübingen). Konkrete Erfahrungen mit VgV liegen uns bislang noch nicht vor.

Darf der QualitätsVerbund die Mitglieder bei der Einführung des QualitätsManagements-Systems Planer am Bau beraten?

Ja. Im Gegensatz zum TÜV, der neutraler Zertifizierer ist, darf der QualitätsVerbund beraten. Er sieht es als eine seiner wesentlichen Aufgaben an, die Mitglieder auf dem Weg zum Zertifikat zu begleiten und zu unterstützen.

Wie unterstützt der QualitätsVerbund seine Mitglieder bei der Erarbeitung eines QM-Handbuchs?

Neben dem Leitfaden und einem Einführungs-Fahrplan stellt der QualitätsVerbund seinen Mitgliedern kostenfrei ein Muster-Handbuch sowie bei Bedarf Vordrucke und Checklisten zur Verfügung. Darüber hinaus können zu günstigen Konditionen individuelle Umsetzungs-Workshops gebucht werden. Als besonders günstige und kompakte Möglichkeit wird außerdem 2x im Jahr ein Klausur-Wochenende mit Unterstützung der Fachhochschule Karlsruhe angeboten. Mehr zu den Workshops und dem Klausur-Wochenende unter Service.

Werden die Intensiv-Klausur-Wochenenden (vgl. Service) von den Architektenkammern/Ingenieurkammern als Fortbildung anerkannt?

In der Regel ja. Wir beantragen allerdings nicht grundsätzlich vorab bei allen Kammern eine Anerkennung. Wenn Sie uns aber frühzeitig Bescheid geben, beantragen wir bei Ihrer Kammer eine Zulassung.
erfolgte Anerkennungen z.B : Ingenieurkammer Bau NRW (11/09), Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (6/10, 1/11), Architektenkammer NW (1/11)

Wie gewährleistet der QualitätsVerbund, dass tatsächlich an nur einem Intensiv-Klausur-Wochenende ein komplettes individuelles QualitätsManagement-Handbuch erarbeitet werden kann?

Gemeinsam mit der Hochschule Karlsruhe wurde ein Konzept entwickelt, bei dem Studierende (Baumanagement/Baubetrieb) im Rahmen der Lehrveranstaltung ” Qualitätsmanagement-Systeme” speziell für das Wochenende geschult werden.

Jedem Büro werden i.d.R. mehrere Studierende zugeteilt, die sowohl operative Hilfestellung leisten (Verfahrens-/Arbeitsanweisungen schreiben, Checklisten/Ablaufpläne erstellen…) als auch durch ihr theoretisches QM-Wissen sowie meist praktische Erfahrungen aus Bauunternehmen und Planungsbüros viel Input geben. Das große Engagement der Studierenden wurde von den Teilnehmern immer als sehr positiv hervorgehoben!

Durch Beschränkung der Anzahl der teilnehmenden Büros ist eine intensive Betreuung auch durch die Organisatoren gewährleistet. Rüdiger Weng, Knut Marhold und Prof. Hermann Hütter betreuen jedes Büro nach individuellen Erfordernissen – auch bis spät in die Nacht hinein.

Warum sind die Gültigkeits-Zeiträume der Urkunden teilweise deutlich kürzer als der 3-Jahres-Zyklus?

Der QualitätsStandard Planer am Bau ist eine Verbund- oder Matrix-Zertifizierung. Maßgebend für die Gültigkeit der Urkunden aller Verbunds-Mitglieder (=Büros) ist die ursprünglich erste Zertifizierung am 17.6.2007 mit Gültigkeit bis 16.6.2010. Zwischenzeitlich zertifizierte Büros erhalten ihre erste Urkunde daher immer (nur) bis zu diesem 3-Jahres-Zyklus. Folge-Urkunden werden automatisch rechtzeitig vor Ablauf verschickt und sind dann volle 3 Jahre gültig (bis 16.6.2013, 2016, 2019, 2022…).