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Baukonjunktur 2025-2040 - ein Frühwarnsystem für Planer am Bau (Impuls-WhitePaper)

Baukonjunktur 2025–2040: Planungsbüros als Frühindikator - und ihr eigenes Frühwarnsystem

Wird es für Planungsbüros wieder besser? Ja – das Modell zeigt es. Aber: Auf Tief folgt Hoch, und auf Hoch wieder Tief. Wer den Zeitpunkt frühzeitig erkennt, ist klar im Vorteil. Drei Kernthesen dazu.

Das Zyklenmodell – ein analytischer Denkansatz

Die deutsche Bauwirtschaft folgt seit Jahrzehnten einem erkennbaren Rhythmus: drei überlagerte Konjunkturwellen von rund 10 und 4 Jahren Länge. Das hat der Wirtschaftsforscher Gerhard Wehner 1988 nachgewiesen. Knut Marhold nahm das Modell 1992 in seiner Dissertation auf – und hat es jetzt mit aktuellen Daten bis 2026 (mit KI-Unterstützung) neu berechnet: Die Wellenmuster sind nach fast 40 Jahren bemerkenswert stabil geblieben! Wichtig: Das Modell ist ein analytischer Denkansatz, kein verbindliches Prognoseinstrument. Externe Schocks wie Zinssprünge oder geopolitische Krisen werden nicht erfasst. Die Projektionen werden mit wachsendem Zeithorizont breiter und unsicherer – sie zeigen die Richtung, nicht den genauen Zeitpunkt.

Was das Modell für 2025–2040 zeigt (Modellprojektion)

🟢  2026–2029: Aufschwung (Planungsmarkt bereits ab 2025/26):  Planungsbüros spüren die Erholung als Erste – rund 23 Monate vor den Bauinvestitionen. Baugenehmigungen stiegen 2025 um +10,8 % (Destatis), Jan.–Mai 2026 um weitere +15,4 %. Infrastruktur-Sondervermögen (500 Mrd. €) als zusätzlicher Treiber – stützt, trägt aber nicht allein.

🟡  2030–2031: Frühwarnsignal für Planungsbüros:  Der Planungsmarkt dreht früher als die Bauwirtschaft. Wer jetzt sein Frühwarnsystem eingerichtet hat, sieht die Signale – rund 12–18 Monate bevor der Rückgang in der Statistik erscheint.

🔴  2032–2034: Neues Tief (für Planungsbüros ca. 2030/31):  Rückgänge von bis zu −6 % p.a. sind modellseitig möglich – tiefer als die aktuelle Krise. Wann genau, lässt sich nicht auf das Jahr festlegen. Das Modell zeigt die Richtung, nicht den Termin.

🟢  2035–2040: Neuer Aufschwung:  Der lange Zyklus dreht wieder – für vorbereitete Büros die nächste Wachstumsphase.

These 1 – 23 Monate Vorlauf: Planer sind selbst der Frühindikator

Zwischen Planungsauftrag und fertiger Bauinvestition liegen im Durchschnitt rund 23 Monate. Was heute im Auftragseingang eines Planungsbüros passiert, erscheint erst in etwa zwei Jahren in der Baustatistik. Planungsbüros sind damit ein natürlicher Frühindikator für die Bauwirtschaft – und brauchen deshalb ihrerseits eigene Frühwarnsignale.

These 2 – Auf Tief folgt Hoch – aber wann?

Das Modell projiziert für den Planungsmarkt einen moderaten Aufschwung bis 2029/30, gestützt durch das Infrastruktur-Sondervermögen (500 Mrd. €). Weil Planungsbüros dem Baumarkt um rund 23 Monate vorauslaufen, ist das nächste Tief für sie bereits um 2030/31 zu erwarten – früher als für die Bauwirtschaft (ca. 2032/33). Mögliche Rückgänge von bis zu −6 % p.a. sind als Modellprojektion zu verstehen. Wann genau das Tief eintritt, lässt sich nicht auf das Jahr festlegen – das Modell zeigt die Richtung, nicht den genauen Zeitpunkt. Wer ab 2028 vorsorgt, übersteht 2032.

These 3 – Das 4-Kennzahlen-Frühwarnsystem für Planungsbüros

  • Hochbau: Baugenehmigungen regional
  • Hochbau: Wohnungsbaukredite
  • Infra/Tiefbau: Ausschreibungsvolumen öffentlicher Auftraggeber
  • Infra/Tiefbau: Fördermittelbescheide
  • Eigenes Anfragevolumen (büro-intern)
  • Stornoquote laufender Projekte (büro-intern)

DIE 2-VON-4-REGEL

Sobald zwei dieser vier Indikatoren gleichzeitig negativ drehen, ist das ein verlässliches Warnsignal – auch wenn der Auftragseingang selbst noch stabil ist. Das gibt Büros 6–18 Monate Vorsprung, bevor der Rückgang sichtbar wird.

Was das für die Büroplanung bedeutet

  • Jetzt (2026–2027): Kapazitäten aufbauen, öffentliche Aufträge ansteuern, Frühwarnsystem einrichten – der Markt ist noch entspannt.
  • Ab 2028 (Hochphase): Liquiditätspuffer anlegen, Fixkosten begrenzen – die Hochphase nicht überinvestieren. Dashboard beobachten: Wenn 2 von 4 Indikatoren drehen, ist Handeln angesagt.
  • Um 2030/31 (Frühwarnsignal): Indikatoren eng beobachten – das Warnsignal kommt im eigenen Büro, nicht in der Statistik. Netzwerke nutzen: QualitätsVerbund Planer am Bau, ERFA-Kreise für Planer am Bau....

Das WhitePaper ist bis zum 13.9.26 kostenlos verfügbar (danach 35 Euro, für Mitgliedsbüros dauerhaft kostenlos)

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