QM tut gut: Wie sich Architekten und Ingenieure wieder aufs Wesentliche konzentrieren können
Gastbeiträge

Welche Funktionen hat das Büro der Zukunft

Welche Funktion hat das Büro der Zukunft?

Die Corona-Pandemie hat viele Büros verwaisen lassen. Schreibtische stehen leer und ungenutzt in den Flächen, in den Kreativzonen und Besprechungsräumen herrscht gähnende Leere. Viele erleben, wie der soziale und kreative Austausch mit den Kollegen auf der Strecke bleibt.

Wird das Büro, wie wir es kennen, überhaupt noch gebraucht? Großkonzerne arbeiten seit März 2020 mit vielen tausend Mitarbeitenden vollständig "remote" und erzielen höhere Umsätze als im Jahr zuvor. Viele werden auch in einer Zeit "nach" Corona zumindest tageweise im Homeoffice bleiben.

Umfragen zufolge können sich die meisten Büroangestellten an 2-3 Tagen pro Woche eine Arbeit von zu Hause aus vorstellen. Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass man viel Zeit auf dem täglichen Weg zur Arbeit einspart. Doch wozu dann noch Büros?

Es ist zu erwarten, dass Büros in Zukunft eine andere Funktion als nur die der Infrastruktur für Plotter oder Drucker haben werden. Vielleicht wird es Tage geben, da suchen die Mitarbeitenden die Büros nur auf, um ihre Ideen auszutauschen und um sich persönlich zu begegnen. Das sind dann die Tage der Teambesprechungen und Workshops. Kreative Innovationen lassen sich eben aller Erfahrung nach nur schlecht in einem Online-Meeting erarbeiten. Vielleicht liegt hierin der Zweck zukünftiger Büroflächen, die Innovationsfähigkeit zu verbessern und nicht darin, Routineaufgaben abzuarbeiten. Die Planung und Ausstattung der Büros muss darauf entsprechend ausgelegt sein.

Der Arbeitsplatz ist auch ein Ort, an dem sich Kollegen über private Dinge austauschen. Gerade das wird als großer Nachteil der "Remote-Arbeit" von den meisten Mitarbeitenden angesehen. Das Büro der Zukunft wird auch darauf eine Antwort finden müssen. Möglicherweise sind es dann die Tage in der Woche, die zum Highlight werden, weil man mit den Kollegen wieder über Berufliches und Nicht-Berufliches sprechen kann.


nullProf. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Benz verbindet wissenschaftliche Expertise und bauwirtschaftliche Berufserfahrung wie kaum ein anderer. Seit 2006 lehrt er als Professor an der Hochschule für Technik Stuttgart Baubetriebslehre, Bauwirtschaft und Schlüsselfertigbau. Gleichzeitig verfügt er über 15 Jahre operativer Führungserfahrung in Ingenieurbüros und Bauträgerunternehmen.

Qualitätsmanagement ist für ihn in Theorie und Praxis immer ein zentrales Thema gewesen. Bei der Project GmbH Esslingen war er als Mitglied der Geschäftsleitung für die Einführung des QM-Systems Planer am Bau verantwortlich. "Beim QualitätsVerbund kann ich mein Wissen und meine Erfahrung genau dort einbringen, wo es Wirkung zeigt."

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