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Rechtsprechung aktuell: Am Bautagebuch geht kein Weg vorbei

marketingINGenieur Dr.-Ing. Knut Marhold Alle, Gastbeiträge, Presseberichte

Wenn Sie die Grundleistungen der HOAI vereinbart haben, müssen Sie ein Bautagebuch führen!

Ansonsten darf Ihnen der Auftraggeber das Honorar mindern (und hat auch bessere Aussichten, Ihnen ein Pflichtverschulden in der Lph 8 nachzuweisen). Über eine entsprechende Entscheidung des OLG Düsseldorf, die durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde des BGH rechtskräftig geworden ist, informiert PBP Planungsbüro professionell.

Das Bautagebuch dient dazu, das Baugeschehen in geeigneter Form zu dokumentieren. Führen Sie es nicht, darf der Auftraggeber Ihr Honorar kürzen. Er muss Ihnen keine Möglichkeit zur Nachbesserung geben, weil er von einem nachträglich vorgelegten Bautagebuch keinen Nutzen hat. Bautagesberichte sind überdies „Urkunden“, die bei Auseinandersetzungen als Beweismittel herangezogen werden. Urkunden müssen authentisch sein. Nachträglich angefertigte Bautagesberichte sind dies aber nicht. Sie sind für den Auftraggeber nicht zumutbar (OLG Düsseldorf, Urteil vom 25.08.2015, Az. 23 U 13/13, Abruf-Nr. 200195; rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde, BGH, Beschluss vom 14.12.2017, Az. VII ZR 226/15).


Das IWW Institut ist der führende Fachverlag für Steuer-, Rechts- und Wirtschaftsinformationsdienste ohne Anzeigenwerbung in Deutschland – und Kooperationspartner von Planer am Bau. Der Dienst PlanungsBüro Professionell PBP (bis Ende 2012: Wirtschaftsdienst Ingenieure & Architekten WIA) bringt monatlich praxisorientierte Information zu den Themen: Honorargestaltung, Planungsleistungen, Musterverträge, Büro-Management, Steuergestaltung, Auftragsbeschaffung.